von Bonin, Dietrich | Glöckler, Michaela | Kirst, Jana

Menschenkundliche Grundlagen der Sprachgestaltung

im künstlerischen, pädagogischen und medizinischen Werk Rudolf Steiners | Band 3

 

Mit diesem dreibändigen Werk zur Menschenkunde der Sprache bei Rudolf Steiner wird erstmals eine systematische Darstellung aller Aussagen im künstlerischen, pädagogischen und medizinischen Werk vorgelegt.

Der erste Band enthält die Suchbegriffe und Zusammenfassungen aller Zitate. Im zweiten Band finden sich die Textstellen im vollständigen Wortlaut. Der dritte Band liefert eine praxisnahe Übersicht für Künstler, Therapeuten, Ärzte, Lehrer und Freunde der Sprache.

Einband: gebunden
Seiten: 256
ISBN: 978-3-7235-1602-7
1. Aufl. 2018
Verlag am Goetheanum, Dornach CH
Quelle: Copyright Verlag am Goetheanum

ISBN: 9783132017818
Erscheinungsjahr: 2018
176 S. , 12 Abb.
Verlag: Thieme

Elin Rittich, Sibylle Tormin, Bernward Bock

Prävention von Stimmstörungen

 

Menschen in sprechintensiven Berufen brauchen eine gesunde, belastbare Stimme. Doch viele wissen nicht, was die Stimme zur Gesunderhaltung braucht und wie man mit ihr umgehen sollte, um sie vor Schädigungen zu bewahren.

Dieser Band aus der Reihe Forum Logopädie bietet Fachleuten, die diagnostisch, therapeutisch oder pädagogisch mit der Stimme befasst sind, erstmals einen Überblick über bestehende Konzepte zur Stimmprävention und bettet diese in den gesundheitspolitischen Kontext ein.
– Grundlagen zur Gesundheitsförderung und Prävention
– Konzepte zur Stimmprävention für verschiedene Berufsgruppen
– Überblick über verschiedene Präventionskonzepte samt Kriterienkatalog zur Beurteilung
– Materialien für die Durchführung von Stimmseminaren in der Praxis sind online abrufbar

Jederzeit zugreifen: Der Inhalt des Buches steht Ihnen ohne weitere Kosten digital in der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit der kostenlosen eRef App haben Sie zahlreiche Inhalte auch offline immer griffbereit.

Quelle:  Copyright 2018 Thieme Gruppe

ISBN-13:  978-3-7725-2858-3
Erscheinungsjahr:  2017
Auflage:  1
Extras: Mit Grafiken sowie s/w- und farbigen Fotos.
Gebunden Seiten:  555
Verlag:  Freies Geistesleben

Rainer Patzlaff

Sprache

Das Lebenselixier des Kindes

 

Eine umfassende Darstellung der Sprachentwicklung des Kindes bis zum Schulalter – mit faszinierenden Einblicken in die neueren Forschungsergebnisse und konkreten Hinweisen zur Förderung der sprachlichen Fähigkeiten. Durch seinen ganzheitlichen Ansatz erschließt Rainer Patzlaff auch ein vertieftes Verständnis für das Wesen, die Entstehung und die Bedeutung von Sprache.

Immer häufiger werden heute bei Kindern Störungen der Sprachentwicklung festgestellt; die Fähigkeiten, sich altersgerecht zu artikulieren, nehmen deutlich ab. Zudem treten diese Escheinungen oft mit motorischen und sensorischen Defiziten auf. Das zeigt, dass der Spracherwerb des Kindes in einem viel größeren Kontext der seelischen, geistigen und sensomotorischen Entwicklung gesehen werden muss.

Rainer Patzlaff spannt daher in seiner anschaulichen Darstellung einen weiten Bogen der Sprachentwicklung – sowohl historisch als auch beim Individuum. Hier tun sich wichtige Fragen auf: Wie stellt das kleine Kind es eigentlich an, so leicht und perfekt in die Muttersprache hineinzuwachsen? Welche Bedingungen sind dafür notwendig? Was muss ich als Bezugsperson beachten? Wie muss die Interaktion aussehen und sich im Laufe der Zeit verändern?

Dem Wesen des Kindes kommen wir nur näher, wenn sich unser informationsorientiertes Verhältnis zur Sprache wandelt. Der Autor richtet deshalb den Blick auch auf die wenig bekannten Tiefendimensionen der Sprache, die sich bis in die unbewussten Körperprozesse erstrecken. Erst durch sie wird das Wunder des kindlichen Spracherwerbs begreiflich.

Quelle: Copyright 2007 – 2018, Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus GmbH

1. Auflage Mai 2017
Pädagogische Forschungsstelle Stuttgart
ISBN 978-3-944911-53-3
Broschur, 118 Seiten, 12,00 €

Ulrike Hans

Ästhetische Konzepte des Sprechens

Das Konzept des Gestischen Sprechens von Hans Martin Ritter und der Gebärden-Ansatz der Sprachgestaltung von Rudolf und Marie Steiner Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Kontext des Dichtungssprechens.

 

Während auf dem Theater der Leib als Instrument des menschlichen Ausdrucks seit der Antike bis heute selbstverständlich geschult und einbezogen wurde, stand in der Sprechkunst lange Zeit die linguistische und poetologische Analyse der Dichtung im Vordergrund.

Erst die in der Mitte des 20 Jahrhunderts wieder aktuell gewordene Erkenntnis, dass Sprechen ein gesamtkörperliches Ereignis ist und somit die nonverbalen Anteile von Körperausdruck und Körpersprache untrennbar mit dem verbalen Ausdruck verbunden sind, führte zu einer methodischen Wieder-Annäherung von Sprechkunst und Schauspiel.
Den Konzepten der Sprachgestaltung nach Marie und Rudolf Steiner und dem Gestischen Sprechen nach Hans Martin Ritter liegt zugrunde, dass dem Sprechen vorsprachliche, ja sogar vorbegriffliche Impulse und Haltungen vorausgehen, die mit Gestus oder Gebärde bezeichnet werden. Diese drücken sich in körperlichen Gesten, dem Kolorit einer Handlung oder aber durch das Wort aus. Insofern kann das verbale Sprechen als eine besonders differenzierte Form des Sich-Gebärdens angesehen werden.

In einem Vergleich der beiden Konzepte innerhalb dieses Buches kann ein differenzierter Begriff von Gebärde und Gestus herausgearbeitet werden. Außerdem werden unterschiedliche Schichten von Gebärden freigelegt und der Begriff „Gebärde“ deutlich umrissen und abgegrenzt. Je nach Gewichtung der Gebärden-Arten im Umgang des Sprechers mit der literarischen Vorlage entstehen unterschiedliche Stile des Dichtungssprechens.

Einigkeit besteht bei beiden Konzepten darin, dass die Sprache selbst mit ihrem ausdifferenzierten Lautbestand ebenfalls gebärdenhaften Charakter hat. Beide Methoden beziehen dies in ihren Übungen zur Verlebendigung des Sprechausdrucks mit ein. Mit dieser Positionierung für eine dem Laut selbst innewohnende Charakteristik befinden sich beide Konzepte in Übereinstimmung mit aktuellen psycholinguistischen Forschungen.

Quelle: © 2014 Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen e.V., Stuttgart

ISBN-13:  978-3-7725-2857-6
Erscheinungsjahr: 2017
Auflage: 2
Extras: Übersetzt von Christine Becker
Einband: Gebunden
Seiten: 383
Verlag: Freies Geistesleben

Peter Lutzker

Der Sprachsinn

Sprachwahrnehmung als Sinneswahrnehmung

 

Es ist ein Wunder, dass wir sprechen, miteinander reden und uns gegenseitig verstehen können. Welche Faktoren, beginnend mit dem Spracherwerb beim Kind, dabei zusammenwirken, wurde und wird auf verschiedenen Wissenschaftsgebieten erforscht. Peter Lutzker untersucht die Sprachwahrnehmung als Sinnesvorgang. Seine umfassende, informative Studie macht mit einer Reihe von Forschungsergebnissen aus den Bereichen der Sinnesphysiologie, der Kinesik, der Neurolinguistik, der Psycholinguistik und Psychologie bekannt, die von anderer Seite Rudolf Steiners Entdeckung dokumentieren, dass es einen eigenen Sinn für Sprache gibt. Im Anhang wird auf dieser Grundlage ein neuer Ansatz für den Fremdsprachenunterricht entwickelt.

Über den Autor: Peter Lutzker, geboren 1957, studierte Musik und Literatur in den USA und Deutschland. Von 1986 bis 2011 hat er Englisch an Waldorfschulen unterrichtet und ist seit 1990 in der Ausbildung und Fortbildung für Fremdsprachenlehrer tätig. 2010 wurde er als Professor an die Freie Hochschule Stuttgart berufen. Er ist Verfasser zahlreicher Publikationen zum Fremdsprachenunterricht und zur Lehrerbildung, darunter The Art of Foreign Language Teaching: Improvisation and Drama in Teacher Development and Language Learning.

Quelle: Copyright 2007 – 2018, Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus GmbH

Taschenbuch, 251 Seiten
März 2016
ISBN 978-3-00-052752-4
Preis: 39,95 Euro
www.praxispeveling.de

Martin Peveling

Der Sprachsinn bei Rudolf Steiner

Eine kritische Würdigung im Lichte der modernen Sprachforschung und der sozialen Neurobiologie

 

Dissertationsschrift, angenommen an der Universität Witten/Herdecke im September 2015

Fragestellung: Rudolf Steiner stellte in der Zeit von 1909 bis 1921 seine zunächst 10, ab 1916 dann 12 Sinne umfassende, zunehmend differenziert ausgearbeitete Lehre der menschlichen Sinnesorganisation vor. Hiervon wird der Sprachsinn, der der Wahrnehmung verbaler und nonverbaler sprachlicher Einheiten, aber auch des sprachlichen Ausdrucks durch Laute und Gebärden dient, untersucht. Es wird nach einer entsprechenden Wahrnehmungsorganisation gesucht, wobei die zentrale Forschungsfrage lautet: Kann Steiners Konzept der Sprachwahrnehmung vor dem Hintergrund der aktuellen einschlägigen Literatur empirisch überprüft und belegt oder widerlegt werden?

Methodik: Unter Verwendung der Elektronischen Rudolf Steiner Gesamtausgabe erfolgt zunächst die Darstellung sämtlicher auffindbarer Aussagen Steiners zum Sprachsinn. Diese werden zu 21 Kernaussagen zusammengefasst und mit den in einer Literaturrecherche gewonnenen empi¬rischen naturwissenschaftlich-neurobiologischen Erkenntnissen hinsichtlich der Grundlagen des Wahrnehmungsanteils der Sprachverarbeitung in Be¬ziehung gesetzt und diskutiert.

Ergebnisse: Die Aussagen Steiners hinsichtlich der der Sprachwahrnehmung zugrundeliegenden Abläufe (wie heteromodale, sinnesübergreifende Wahrnehmung oder multimodale einschließlich zeitlicher Integration) können gestützt werden, des Weiteren auch seine Ansicht, Sprachwahrnehmung als Sinnesprozess sei eine 1. das Hören, 2. das Vernehmen von Worten und 3. das Erfassen von Gedanken um-fassende Dreifachtätigkeit. Sprachwahrnehmung kann als sensomotorischer Prozess aufgefasst werden, bei dem es zu einer efferenten motorischen Aktivierung kommt, ohne dass diese zur Ausführung gelangt; es existiert eine direkte Beziehung zur Bewegungsbereitschaft, die teilweise den Spiegelneuronen zugeschrieben werden kann. Jene Strukturen, die zur Eigenbewegungswahrnehmung führen, also die für die eigenen wie auch für die fremden Bewegungsphänomene (einschließlich der Augenfolgebewegungen) können in einem überge¬ordneten sinnesorganisatorischen Kontext verstanden werden als das neuro-moto-physiologische Korrelat des „Stauens“ von Bewegung im Sinne Steiners.

Schlussfolgerungen: Rudolf Steiner hat bereits seinerzeit die aus den aktuellen neurobiologischen Fakten herausgearbeiteten Zusammenhänge in ihren wesentlichen Grundprinzipien erkannt und beschrieben. Sprache als Summationsleistung verschiedenster sprachlicher und nichtsprachlicher Vorgänge bedarf auch künftig der weiteren interdisziplinären Erforschung hinsichtlich der beteiligten anatomisch-physiologischen Strukturen und deren Vernetzung.

Quelle: www.praxispeveling.de