Ulrike Hans

„Als ob der ganze Körper tanzt“ Rudolf Steiners Gebärden-Ansatz in der Sprachgestaltung

Von einem allgemeinen Wissen um die Sprachgestaltung und deren Möglichkeiten können wir auch in Einrichtungen, die auf anthroposophischer Grundlage arbeiten, wie Kliniken oder Waldorfschulen, nicht mehr ausgehen. Deshalb halte ich es für sehr wichtig, dass Menschen, die die Sprachgestaltung vertreten, öffentlich darüber sprechen oder schreiben, und zwar so, dass auch diejenigen es verstehen können, die mit dem Fachjargon nicht vertraut sind. Gerade für sie wäre es wichtig,

Um Pädagogen oder Mediziner davon überzeugen zu können, dass Sprachgestalter/innen in den Schulen und in der Therapie etwas zu bieten haben, müssen wir darstellen, wo genau der Unterschied zur Logopädie oder zur Sprecherziehung liegt, wie die Sprachgestaltung auf der Grundlage menschenkundlicher Erkenntnis arbeitet und inwiefern unsere Arbeit Anschluss an aktuelle Erkenntnisse wissenschaftlicher Forschungen hat.

Nehmen wir zum Beispiel eine Fragestellung, die in der aus Waldorfpädagogik gerade intensiv in den Focus genommen wird: Die Digitalisierung.

In einem Vortrag zu diesem Thema formulierte Robin Schmidt die Frage, wie eine Erziehung zur Freiheit in Zukunft aussehen müsste. Er kam unter anderem auf zwei wichtige Aspekte:

  • Freiheit ist heute, wenn es gelingt, Zugang und reale Verbindung zum anderen Menschen und zur sinnlichen Welt zu bekommen und die zunehmende Fremdheit zu überwinden.
  • Freiheit ist das Erlebnis, im Körper zu sein, die eigene Leiblichkeit zu bewohnen, sich und seinen Leib als Subjekt zu fühlen, statt als Objekt, das es zu inszenieren gilt.

Welche Möglichkeiten hat nun die Sprachgestaltung, sich hier einzubringen? Was können wir, die wir in den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen tätig sind, aus unserer Kunst heraus anbieten? Ich glaube, sehr viel. Aber wir müssen es formulieren.

Sprache: Konvention oder Tätigkeit des Geistes?

Ein grundlegender Aspekt, der die Sprachgestaltung von Sprecherziehung und Logopädie deutlich unterscheidet, ist das Sprachverständnis Steiners, das davon ausgeht, dass die Sprache selbst und auch der Sprechvorgang eigentlich nichts anderes sind als verwandelte Gebärden.

Mir selbst war lange Zeit nicht klar, dass es sich nach offizieller Lehrmeinung mit der Sprache ganz anders verhält: Laute und Worte bilden ihr zufolge das Gesagte nicht ab und haben keinerlei Beziehung zum Inhalt. Lautliche Zeichen gelten als Symbole. Sie sind willkürlich gesetzt wie das Verkehrsschild an einer Straßenkreuzung.

Mit dem Aufkommen dieser Auffassung setzte sich schon Wilhelm von Humboldt auseinander, als er schrieb:

„Den nachteiligsten Einfluss auf die interessante Behandlung jedes Sprachstudiums hat die beschränkte Vorstellung ausgeübt, dass die Sprache durch Konvention entstanden, und das Wort nichts als Zeichen einer unabhängig von ihm vorhandenen Sache, oder eines ebensolchen Begriffs ist. Diese bis auf einen gewissen Punkt freilich unleugbar richtige, aber weiter hinaus auch durchaus falsche Ansicht tötet, sobald sie herrschend zu werden anfängt, allen Geist und verbannt alles Leben[…],

und er fügte weiter hinten hinzu:

 […] die Sprache ist ein eignes und selbstständiges Wesen, ein Individuum, […] die Sprache ist eine Welt, die zwischen der erscheinenden außer, und der wirkenden in uns in der Mitte liegt […]“ (Humboldt, Wilhelm von 1995 S.7f)

Heute, also 200 Jahre später, gehen die meisten Menschen davon aus, dass das Wort selbst keine große Bedeutung hat, dass Begriffe erst durch ihren Kontext „aufgeladen“ werden müssen und dass in der mündlichen Kommunikation die Körpersprache und der Tonfall weitaus mehr zur Bedeutung beitragen als das Wort.

Bei diesem Verständnis von Wort und Sprache würde die Kommunikation zwischen Sprachgestaltung und der wissenschaftlichen Welt schon enden. Es sei denn, wir Sprachgestalter/innen machen uns daran zu begründen, warum unser Verständnis von Sprache auch heute noch seine Berechtigung hat.

Vor genau 100 Jahren, am 17. Oktober 1918 beschrieb Rudolf Steiner in einer Fragenbeantwortung die Sprache als etwas, das sich im Laufe der Evolution vom eigentlichen Wesen des Menschen losgelöst hat. Im Zeitalter der Bewusstseinsseele entstehe ein Dualismus zwischen innerlich erlebten Gedanken und dem, was gesprochen wird. Die Worte, so Steiner, sind nicht mehr in der Lage aufzunehmen, was sie ausdrücken sollen. Sie sind ungenau und abstrakt (vgl. Steiner 1973, S. 367–368).

Rainer Patzlaff thematisiert am Ende seines großartigen Werkes über die Sprache den Zwiespalt, in dem wir als heutige Menschen mit der Sprache leben.

Zum einen müssen wir ganz klar sehen, dass die Sprache durch den pragmatischen Gebrauch, den wir von ihr machen, sich konventionalisiert, damit vertrocknet und oft hülsenhaft leer erscheint. Und in der Tat sind wir heute darauf angewiesen, ein Gespür dafür zu entwickeln, was hinter den Phrasen wirklich steht. Wir müssen also lernen, über das Sprechen hinwegzuhören, wie Patzlaff es bezeichnet (vgl. Patzlaff 2017 S.483).

Auf der anderen Seite sehen wir die ungeheure Macht der Sprache, die, über Medien vielfältig verbreitet, die Welt aus den Angeln zu heben vermag.

Und wir sehen die weniger auffällige, aber uns Sprachgestaltern zutiefst vertraute Lebendigkeit der Sprache, wie sie uns zum Beispiel in der Dichtung entgegenkommt.

Rudolf Steiner misst der Gebärde in Bezug auf die menschliche Evolution große Bedeutung zu und zwar in Bezug auf das Menschsein an sich, aber auch bezüglich der Sprachschöpfung und der Sprachwahrnehmung.

Gebärde und Sprache als Ausdruck des Menschseins

Wenn Rudolf Steiner im Zusammenhang mit der Sprache von Gebärde spricht, ist nicht nur das äußerliche Gestikulieren gemeint. Im Gegenteil scheint er an manchen Stellen den gesamten Habitus des Menschen, also auch z.B. seine Art zu gehen, unter dem Begriff Gebärde zu subsummieren. Sowohl die äußerlich sichtbare Hand- oder Körpergeste als auch der innere Gestus werden bei Steiner als Gebärde bezeichnet.

Andererseits verwendet Steiner die Begriffe Geste und Gebärde für die äußere gestische Bewegung synonym.

In dem Vortrag Menschengeist und Tiergeist (vgl. Steiner 1983 S.81-118) beschreibt Steiner, wie der Mensch sich vom Tier in erster Linie dadurch unterscheide, dass beim Menschen das Ich die gestaltbildenden Kräfte daran hindere, sich unmittelbar auf Leiblichkeit und Seele auszuwirken. Dadurch werden Spielräume geschaffen für individuelle Entwicklungen, die das Ich nun selber gestalten muss und kann. Die drei von Steiner hervorgehobenen äußerlich wahrnehmbaren Merkmale des Menschen, die ihn vor allem anderen vom Tier unterscheiden und somit eigentlicher Ausdruck seiner Individualität sind, das sind die menschliche Gebärde, seine Physiognomie und seine Mimik.

Das Gebärdenleben des Menschen, so beschreibt es Steiner, beginnt mit dem Erringen der aufrechten Gestalt, die praktisch dem naturgegebenen Gleichgewicht des Vierfüßlers abgetrotzt ist. Dieses Erringen von Gleichgewicht in die Aufrichte metamorphosiert sich im späteren Leben in die Ausbildung der Gebärde.

Somit wäre die menschliche Gebärde ein fortwährendes Ausbalancieren in eine Gleichgewichtslage. Die selben Kräfte, die zum aufrechten Stehen und Gehen geführt haben, bewirken nun die Fähigkeit des Ausbalancierens auf seelischer Ebene.

„Die Gebärde ist etwas, was uns tatsächlich in das tiefere Gefüge der menschlichen Organisation, insofern der Geist im Menschen lebt, hereinführt.“ (Steiner 1983 S.103)

Mit seiner Gebärde ist der Mensch, so Steiner, ein mehr oder weniger feiner Künstler gegenüber seinen Mitmenschen. Er offenbart sein Inneres in der Gebärde und wirkt damit in die Seele des anderen hinein.

Was Steiner hier beschreibt korrespondiert mit den vielfältigen Forschungen, die es im Bereich der Körpersprache gibt.

Wir wissen, dass Habitus und Gestus eines Menschen sehr intensiv in uns hineinwirkt. Menschen haben die Fähigkeit, anhand von Körperhaltung und Körpertonus sehr genau zu erkennen, wie es seinem Gegenüber geht und was in ihm seelisch vorgeht. Dieses Erkennen, so wissen wir aus der Empathie Forschung, geschieht, indem wir Gestus und Gebärden des anderen innerlich nachahmen.

Das kleine Kind wächst, über das Nachahmen des Bewegungs- und Gebärdenlebens der Menschen um es herum, in seine Familie und seine Kultur hinein. „Das Nachahmungsprinzip“ so lesen wir in Der pädagogische Wert der Menschenerkenntnis

„tritt in der Geste, in der Gebärde zutage. Denn alle Gebärde ist als erstes in der menschlichen Entwickelung vorhanden. Und die Gebärde setzt sich innerlich um in die besondere Einrichtung des menschlichen physischen, seelischen und geistigen Organismus, und sie setzt sich um in die Sprache.“ (Steiner 1989 S.46)

Aus der Fähigkeit zur Gebärde erwächst dem Menschen nun die Fähigkeit zur Sprache, verbunden mit der Fähigkeit zur Wahrnehmung der Innerlichkeit des Lautes.

Steiner sagt im gleichen Vortrag:

Indem der Mensch hereinwächst in die physisch-irdische Welt, entwickelt sich sein Inneres so, daß diese Entwickelung zunächst ausgeht von der Geste, von der Gebärde, von Bewegungsverhältnissen. Im Inneren des Organismus entwickelt sich aus den Bewegungsverhältnissen heraus die Sprache, und aus der Sprache heraus entwickelt sich der Gedanke. Das liegt wie ein tief bedeutsames Gesetz der menschlichen Entwickelung zugrunde. Alles was im Laute, in der Sprache zutage tritt, ist, vermittelt durch das Innere der menschlichen Organisation, Resultat von Gesten.“  (ebd. S. 47)

In dem Vortrag Menschengeist und Tiergeist führt er dazu aus:

„Denn eine besondere Art von Gebärde ist auch die Sprache des Menschen, aber nicht insofern sie Ausdruck der Worte ist, sondern insofern sie Seele hat […].“ (Steiner1983 S.110)

An Gestus und Gebärde eines Menschen können wir viel über ihn erfahren. Hier ist besonders von Bedeutung wie er spricht. Wir erfahren, wie der Mensch mit seiner Seele in der Sprache lebt und sich in seiner Geistigkeit über das Sprechen manifestiert.

Zusätzlich geht es Steiner noch um eine weitere Gebärdenschicht, in der die Innigkeit des Lautcharakters selbst in der Sprache wirksam wird.

Der Laut selbst, so Steiner

„baut und wirkt an uns, und das kommt im Leben wieder als eine besondere Art von Gebärde zum Ausdruck“.(ebd. S.109)

„Es ist außerordentlich wichtig, dass wir dieses Gebiet als die <Gebärde der Sprache> ins Auge fassen und sehen, wie der Geist in seiner Macht auf die Organisation wirkt, und dass wir die unmittelbare Wirkung des Geistes auf die Seele, die das selbstbewusste Ich in sich enthält, beachten. Dann sehen wir wieder zurück, wie die menschliche Seele in die Leiblichkeit sich hineinergießt.“ (ebd. S.111)

Ähnlich wie die physisch ausgeführte Gebärde oder der seelische Unterton des Sprechenden, wirkt die Lautgebärde viel tiefer in die menschliche Seele hinein, als der Wortinhalt.

Bevor wir uns das von Steiner beschriebene Verhältnis von Gebärde und Sprache noch genauer anschauen, fasse ich noch einmal kurz zusammen:

– Steiner bezeichnet die Gebärde des Menschen neben Physiognomie und Mimik als eines der Merkmale, die ihn über das Tier hinaushebt. Sie ist ein Ausdruck dafür, dass der Mensch sich aus der gattungsmäßigen Determiniertheit heraus gelöst hat. Im Menschen wirken die geistigen Kräfte ebenso wie im Tier, aber vermittelt durch das Ich, als individualisierte Gestaltung.

– der Mensch erringt sich die Gebärde mit der gleichen Kraft, mit der er sich die Aufrichte im Raum errungen hat. Dabei spielt der Gleichgewichtssinn eine entscheidende Rolle.

– In der äußeren Gebärde, dem Gestus und Habitus, offenbart sich das Innere des Menschen. Gebärden machen einen tiefen Eindruck auf die Seele des anderen, wir verstehen einander, indem wir uns innerlich mitbewegen.

– eine besondere Form des Sich-Gebärdens ist die Sprache: im Sprechen offenbart sich die Individualität über den paraverbalen Ausdruck.

– die Sprache selbst hat gebärdenhaften Charakter in ihren Lauten und Worten.

Über die „Gebärde der Sprache“ wirkt die Macht des Geistes unmittelbar auf die Seele und das darin lebende Ich. Die von den Lautkräften bewegte Seele ergießt sich in die Leiblichkeit, die dadurch ihre individualisierte Ausgestaltung erhält.

Steiners Thesen zur Sprachentstehung

Anhand der Beschreibung Steiners über die Entstehung der menschlichen Sprache erfahren wir noch mehr über das, was die Sprache als Gebärde ausmacht:

In Die Geisteswissenschaft und die Sprache beschreibt Steiner die Sprachschöpfung als einen auf mehreren Ebenen gleichzeitig ablaufenden Prozess, dessen einzelne Vorgänge sich gegenseitig bedingen und fördern.(vgl. Steiner 2017 S.28f)

Seine Grundthese lautet: Alle äußeren Eindrücke wirken auf den Menschen ursprünglich so, dass er in ihnen Bewegungstendenzen wahrnimmt und mit einer leisen Empfindung reagiert. Die Wahrnehmung selbst geschieht in einem unbewussten Nachahmen dieser Bewegungen. Dieses Wahrnehmen der Welt über die Bewegung schlägt sich in der Sprache nieder.

Als erstes Element der Sprachentstehung sieht Steiner also das Nachahmen oder Nachgebärden äußerer Sinneseindrücke. Ein Zweites wäre dann die Verbildlichung. In der Weiterverarbeitung des äußeren Reizes entstehen innere Bilder des Wahrgenommen. Die Laut und Wortgebärden sind demnach kein Abbild, sondern Sinnbild für einen bestimmten Aspekt der Sinneserfahrung.

Als drittes Element kommt dasjenige hinzu, was der Mensch selbst angesichts des wahrgenommenen Eindrucks empfindet. Gefühle wie Freude, Erstaunen oder Schmerz suchen sich ihren Ausdruck über den stimmlichen Ton. Dieser Ton in seinen verschiedenen Ausformungen bildet innerhalb der Sprachentstehung die vokalische Äußerung. Der Vokal wäre demnach ursprünglich die Selbstkundgabe der Emotionen.

Diese beiden Vorgänge, das Nach – und Mitbewegen des Sinneseindrucks und die Empfindung dazu erhielten in der Seele eine bildhafte Repräsentation, woraus dann die Ursprache entstanden ist. Sie ist also eine Bild gewordenen Gebärde für die bewegten Phänomene der äußeren Welt und für dasjenige, was als Resonanz darauf in der Seele als Empfindung entstanden ist.

Da dies alles, wie Steiner beschreibt, entwicklungsgeschichtlich in einer Phase geschehen sei, als das menschliche Ich noch nicht in die Seele eingezogen war, hatte das begriffliche Denken noch keinen Anteil an dieser ursprünglichen Sprachschöpfung. Sie geschah allein aus den musikalischen und plastischen Schöpfungskräften des Menschen. Steiner bezeichnet die Sprache deshalb als ein Kunstwerk und nicht als ein Werk des logischen Verstandes.

Doch die Menschheit hat sich aus diesem Unschuldszustand herausentwickelt, der Abstraktionsprozess (vgl. Steiner 1990 S.28), in dem die einstmals lebendige Sprache verdorrt, ist in vollem Gange.

Aber es gibt einen Bereich, in dem, Steiner zufolge dieser Sterbeprozess weniger ausgeprägt ist. Und das ist die Dichtkunst. Der Dichter wiederholt in seiner künstlerischen Schöpfung den Sprachentstehungsprozeß auf einer höheren Stufe.(vgl. Steiner et al. 1967 S. 101)

Steiners Sprachverständnis leugnet also nicht die Abstraktheit der heutigen Sprache. Aber er bezeichnet dies als einen momentanen Zustand, der ursprünglich anders war und zukünftig wieder anders werden könnte. Doch es braucht eben Menschen, die an dieser Veränderung aus einem tieferen Verständnis heraus mitgestalten.

Künstlerischer Sinn allein kann die Geheimnisse der Sprache erfassen, wie auch künstlerischer Sinn überhaupt nur nachschaffen kann.“ (Steiner 2017 S.37)

 Rückenwind bekommt die oben skizzierte Auffassung von Sprache in den letzten Jahren durch interessante interdisziplinäre Forschungsansätze.

Aktuelle Studie: Wörter sind kein Zufall

2016 erschien ein Artikel auf der Internetseite der Max Planck Gesellschaft, der folgendermaßen beginnt:

„Die Lehrbücher der Sprachwissenschaft müssen offenbar umgeschrieben werden. Bislang gingen Linguisten davon aus, Laute seien in Wörtern größtenteils zufällig mit Bedeutungen verknüpft. Fälle wie etwa das M, das in vielen Sprachen im Wort für Mutter vorkommt, seien die seltene Ausnahme. Ein internationales Team, an dem Forscher der Max-Planck-Institute für Mathematik in den Naturwissenschaften und für Menschheitsgeschichte sowie der Universität Leipzig beteiligt waren, widerlegt diese Annahme nun mit einer umfassenden Analyse.“ (https://www.mpg.de/10727086/laut-bedeutung-zufall)

Die Studie untersuchte einen Datensatz von Wörtern aus 4000Sprachen der Welt. Das sind 2/3 aller Sprachen, die es weltweit gibt. Für 40 Begriffe prüften die Forscher, ob diese häufiger oder seltener mit bestimmten Lauten belegt werden, als es der Zufall erlaubt. Dabei konnte herausgefiltert werden, dass es eine relevante Menge von Wörtern gibt, die mit ähnlichen Lauten gebildet werden. Dies ist vor allem deshalb interessant, weil bewusst verwandte Sprachen aussortiert wurden.

Tatsächlich fanden sich solche positiven oder negativen Zusammenhänge in Sprachen, die nicht miteinander verwandt sind so häufig, dass Zufälle ausgeschlossen sind.

So treten in den Wörtern für das Knie häufig die Buchstaben o, u, p, k und q auf. In Wörtern für Nase kommt häufig ein N vor. Solche Zusammenhänge sind aber nicht auf Körperteile beschränkt: Sand kommt weltweit oft mit einem a, ein Stein mit einem t. Der Analyse zufolge werden bestimmte Laute bei einem großen Teil aller Begriffe über Kontinente und Sprachfamilien hinweg bevorzugt oder vermieden, und zwar von Menschen, die kulturell, historisch und geografisch sehr verschieden sind.

Bislang können die Wissenschaftler nicht erklären, welcher Art die Zusammenhänge zwischen Lauten und Bedeutungen sind.

Bereits 2014 erschien eine Studie, die zeigte, dass alle Sprachen der Welt mit Ideophonen durchsetzt sind (vgl. https://www.mpg.de/7937698/lautmalereien). Ideophone sind Worte, die als präzise Lautbilder sinnliche Vorgänge abbilden. Die einfachsten bilden Geräusche ab, wie z.B. „Bumm“, andere bilden komplexere Vorgänge ab: holterdipolter, klickklack oder ticktack. Diese Worte vermitteln allein durch ihre Lautgebung sensorisches Wissen.

Während es in europäischen Sprachen nur wenige solcher Wörter gibt, die meistens auf die Imitation von Geräuschen beschränkt sind, gibt es viele andere Sprachen auf der Welt, die über Hunderte oder gar Tausende solcher Ideophone verfügen, die ein weit größeres Spektrum an sinnlichen Bedeutungen abdecken.

In besagtem Artikel werden Beispiele genannt wie:

  • tunjil-tunjil (aus dem Korenaischen, was dümpeln, treiben abbildet),
  • greep (knusprig klingend)  aus einer Sprache, die auf der Halbinsel Malaysia gesprochen wird,
  • mukumuku (aus Ghana für murmelnde Mundbewegungen) (ebd.)

Die Autoren des Artikels haben offensichtlich nicht bemerkt, dass die „Übersetzungen“, die sie für die Beispiele gegeben haben, in ihrer Lautgebung ebenso schön die Vorgänge abbilden wie die Ideophone selbst.

tunjil-tunjil……dümpeln

greep….knusprig klingend

mukumuku…murmelnde Mundbewegung

Wir sehen also in der gesprochenen Sprache mehrere Schichtungen von Gebärden:

  1. die zutiefst menschheitliche, universelle Schicht der Lautgebärdegeschöpft aus einem musikalisch-plastischen Nachvollzug der uns umgebenden Formkräfte, denen als Resonanz der innere Gefühlsausdruck beigegeben wurde
  2. in einer nächsten Schicht die unterschiedlichen Perspektiven individueller Sprachfamilien, die jeweils einen anderen Aspekt der Erscheinungen der Welt in der Wort und Satzgebärde versinnbildlichten, und
  3. innerhalb dieser Sprachfamilien den individuellen Ausdruck des Einzelmenschen, der sich z.B. in der Wortwahl oder in den paraverbalen Anteilen des sprachlichen Ausdrucks realisiert.

Um zu verstehen, wie nun die Sprachgebärde auf den Zuhörenden wirkt, möchte ich noch einen Blick auf die Vorgänge der Sprachwahrnehmung werfen.

Die Sprachwahrnehmung nach Steiner und William S. Condon

In seiner Sinneslehre beschreibt Rudolf Steiner als organische Grundlage für die Sprachwahrnehmung die gesamte Bewegungsorganik (vgl. Steiner 1992 S.243). Entscheidend für die Sprachwahrnehmung ist aber nicht so sehr die Bewegung selbst, sondern die Bewegungsfähigkeitund die Fähigkeit, Bewegung und Gebärde, bzw. die eigenen Bewegungsimpulse zurückzuhalten oder zu „stauen“(ebd. S.246). Das Wahrnehmen von Sprache geschieht also so, dass der Zuhörende seine eigenen inneren Gebärden, die ja immer vorhanden sind, zurückhält und es zulässt, dass die Gebärden des Sprechenden seinen Bewegungsorganismus von außen in Bewegung bringen.

Gut bekannt sind ja mittlerweile die Forschungen von William S. Condon aus den 70iger Jahren, durch die anhand von Filmanalysen gezeigt werden konnte, dass ein sprechender Mensch sich im Mikrobereich sehr präzise zu seiner Sprache körperlich gebärdet.

Nach Peter Lutzker geschehen diese Bewegungen so, dass der Sprechende

„Bewegungsdimensionen, die dem Aussprechen der Einzellaute, der Silben und der Wörter entsprechen, gleichzeitig integriert.“ (Lutzker 2017 S.54)

Dabei sind die Bewegungen so organisiert, dass sie in Zyklen von 30 und 60 Sekunden ablaufen. Condon beschreibt z.B. das beobachtete Verhalten beim Aussprechen des Wortes „keeping“ folgendermaßen:

Der Körper des Sprechers bewegt sich in fünf verschiedenen Mustern, welche zu den fünf linguistischen Merkmalen, in die das Wort keeping unterteilt werden kann, isomorph sind. […]“

im Weiteren zitiere ich nur die Beschreibung des Verhaltens beim Aussprechen des ersten Merkmals, also des K:

„Wie […] über die -3 Einzelbilder umfassende- Dauer des Lautes KKK-  ersehen werden kann, dreht sich der Kopf mit normaler Geschwindigkeit nach rechts und gleichzeitig bewegt er sich nach vorn und neigt sich leicht nach links, während der rechte Ellbogen sich sehr leicht anwinkelt, während sich das rechte Handgelenk leicht biegt, während die Finger der rechten Hand ein Ausstrecken fortsetzen, welches früher begonnen hatte, doch sie beenden es genau am Ende des Segments und schaffen so Kriterien für dessen Begrenzung, während der Mund sich leicht öffnet.“ (zitiert nach Lutzker 2017 S.54)

 Zwei für das Gebärdenleben des Menschen typische Merkmale werden hier deutlich:

Gebärden haben im Gegensatz zu sonstigen Bewegungen immer einen klar zu definierenden Verlauf mit Anfang und Ende. Sie sind außerdem nicht als Einzelerscheinungen anzusehen, die sich zu einem Ganzen addieren. Vielmehr ist das Gebärdenleben eine präzise Gesamtkomposition, die sich rhythmisch in einen geordneten zeitlichen Verlauf gliedert.

Vielleicht hat Condon hier tatsächlich die organische Grundlage für den Sprachsinn gefunden, denn per Zufall entdeckte er, dass sich der Zuhörende mit einer zeitlichen Verzögerung von nur 50 Millisekunden in exakt dem gleichen Muster bewegt, wie der Sprechende.

Condon schreibt:

„Bildlich gesehen ist es so, als ob der ganze Körper des Hörers in präziser fließender begleitender Bewegung zur gesprochenen Sprache tanzt.“ (ebd.)

 Wenn wir sprechen, verkörpern wir uns mit unseren Gedanken, Gefühlen und Willensimpulsen im Laut, mit dem Laut und durch den Laut und seine jeweilige spezifische Gebärde.

Das Besondere an Condons Erkenntnissen ist, dass der Mensch sich beim Sprechen nicht nur durch sein individuelles Gebaren zeigt, sondern dass seine Mikrobewegungen geformt sind durch die Laute unserer Sprache und rhythmisiert durch den Verlauf von Worten und Sätzen innerhalb der Wort- und Satzgebärde. Diese überindividuellen Bewegungen werden vom Zuhörenden mitvollzogen.

Die Gebärde der Sprache ist also, ob wir es uns bewusst machen oder nicht, – ganz konkret und physisch messbar wirksam.

Für ein allgemeines Verständnis von Sprache bedeuten diese Erkenntnisse nichts weniger als dass der Mensch als tätiges und erlebendes Wesen wieder ins Spiel kommt. Ganz im Sinne Wilhelm Humboldts, der die Sprache als „die sich ewig wiederholende Arbeit des Geistes“ (Humboldt 1836 S.41) bezeichnet.

Der Mensch versteht die Welt und den anderen Menschen nicht allein aufgrund seiner Denkkraft, sondern aufgrund seines Einfühlungsvermögens und des Vermögens, alle Eindrücke in sich nachzuschaffen.

Steiners Gebärden-Ansatz in der Sprachgestaltung

Wenn wir uns nun fragen, wie eine Sinnesschulung für den Sprachsinn und die mit ihm zusammenhängenden Sinne aussehen müsste, so kommen wir zu dem, was Rudolf und Marie Steiner für die Sprachgestaltung entwickelt haben.

Eines der Motive Steiners, sich für die Ausbildung des künstlerischen Sprechens einzusetzen lag darin, über die Kunst ein Bewusstsein für die, seiner Überzeugung nach immer noch vorhandene, Lebendigkeit der Sprache zu erzeugen:

„In der Bühnenkunst muss das innere Leben der Sprache wieder erwachen. Denn es ist in der Sprache ein Teil der menschlichen Wesenheit enthalten. Man findet diesen Teil, wenn man eine Anschauung sucht von dem Verhältnis des Mimischen, des Gebärdenhaften zum Worte. In der Gebärde lebt eine vom Gefühl durchdrungene Willensoffenbarung des Menschen.(Steiner et al. 1983 S.216)

Die Dichtung hebt sich für Steiner dadurch von der alltäglichen Sprache ab, dass der Dichter sich der Ursprache wieder annähert, in der Vorstellung, Gefühl und Wille gleichermaßen zum Ausdruck kommen konnten. Dies geschieht, indem der Dichter „auf einer höheren Stufe diesen Sprachentstehungsprozess selber wiederholt (Steiner et al. 1967 S.101)Dem müsse der Sprecher nachgehen, um „den Rhythmus von Innerlichkeit und Äußerlichkeit wiederum nacherschaffen [zu]können“ (ebd.).

Diese Schulung des Sprachsinnes beginnt mit der griechischen Gymnastik, die quasi vom ersten Aufrichten im Stehen und Gehen bis zum Speerwurf alle Voraussetzungen schafft, die der Mensch benötigt, bevor das erste Wort erklingen kann.

Sie setzt sich fort in den 6 Offenbarungen (vgl. Steiner et al. 1981 S.74), in denen die räumliche Beziehung nun auf eine seelische Ebene gehoben wird, und das gipfelt in der facettenreichen Beschäftigung mit der Lautgebärde.

Laut- und Wortgebärden

Wenn die Sprachforscher in Bezug auf die Ideophone davon sprechen, dass mit dem Ideophon sensorisches Wissen weitergegeben wird, dann greift das eigentlich nicht tief genug. Vor dem Hintergrund der Forschungen Condons und der Erkenntnisse über die kinästhetische Wahrnehmung müsste man eigentlich davon sprechen, dass dieses sensorische Wissen weitergegeben wird, indem ich mittels des Wortes und seiner Lautgebärde sensorisches Erleben auslöse.

Ich möchte dazu noch einmal ein Beispiel bemühen, das Rudolf Steiner im Lauteurythmiekurs gibt. Und zwar für das Wörtchen ‚Leim’. (vgl. Steiner 1990b S.72)

Würde man den Bewegungsprozess, der sich aus Steiners Charakterisierungen der Einzellaute ergibt, begrifflich fassen, so könnte man sagen: ‚Leim’ beschreibt etwas Fließendes, Formendes, das sich liebevoll anschmiegt und jegliche Form annehmen kann.

Es zeigt sich an diesem Beispiel, dass bei Steiner durch die Gebärde des Lautes sowohl die Konsistenz des Objektes (hier flüssig, formbar) als auch die Qualität des Kontakts (anschmiegen, formen, Form annehmen) beschrieben werden kann. Mit dem Attribut ‚liebevoll‘ beim ‚ei’ kommt eine emotional empfundene, sympathisch zugewandte Geste des Vokals hinzu (vgl. ebd. S.69).

Das Wort gebärdenhaft zu erleben, statt es abstrakt aufzufassen, könnte in diesem Beispiel dazu führen, den sich fließend bewegenden und am Ende geformten Lautprozess nachzuvollziehen und so zu einem sinnlichen Eindruck dessen zu kommen, was mit ‚Leim’ ausgedrückt wird.

Für den Sprechkünstler entsteht durch ein bewusstes Eingehen auf die Lautgebärde, d.h. auf ihre Formkraft, ihre Berührungstendenz und durch ein bewusstes Eingehen auf den Artikulationsort ein Durchfühlen des Lautlichen“ (Steiner et al. 1981 S.340) innerhalb des Sprechvorgangs. Dieses Durchfühlen macht die sinnlich-bildschaffende Qualität des Wortes differenziert erlebbar.

Das heißt aber, dass ich während des Sprechens nicht nur einen Welt- oder Gedankeninhalt bis ins sinnliche Erleben hinein darstellen kann, ich kann über das Artikulieren der Wortgebärde im gleichen Moment auch etwas über die Welt erfahren. Das Sprechen selbst wäre so gesehen ein Willensvorgang, in dem ich mich einfühlend in die Welt hineinbegebe und mich mit ihr verbinde.

Das Gleiche geschieht natürlich auch, wenn ich z.B. ein Gedicht stumm gebärde. Das stumme Gebärden als Methode, bevor die verbale Sprache einsetzt, ist ein Wahrnehmungsvorgang, der alle Sinne anzuregen vermag und innere Bilder und Willensimpulse aufruft. Als Methode zur Erarbeitung eines Textes hat die körperlich vollzogene Gebärde in der Sprachgestaltung also zwei Funktionen, nämlich eine einfühlende und eine innere Zustände ausdrückende und dadurch verstärkende.

Das Aufsuchen von körperlichen Gesten für eine innere Haltung und das wieder Zurückführen dieser Gesten in den sprachlichen Ausdruck entspricht den tatsächlich vorhandenen sensomotorischen und neurologischen Vorgängen bei der Sprachwahrnehmung und beim Sprechen.(vgl. Peveling 2016)

 Fazit

Die anfangs gestellte Frage, welchen Beitrag wir aus unserer Kunst heraus leisten können, um der Entfremdung von der sinnlichen Welt und von der eigenen Leiblichkeit entgegenzuwirken, hat sich hoffentlich hiermit beantwortet:

Die Auffassung, dass menschliches Sprechen aus einem gebärdenden, also willenshaften Bezug zur Welt entstanden sei und sich auch heute noch bis in den Laut hinein gebärdenhaft realisiert,

-dieses Verständnis von Sprache als einer Neuschöpfung der Weltinhalte im Wort –

bildet eine neue Brücke zur uns umgebenden Schöpfung selbst, die wir über die künstlerische Gestaltung wieder als Werdende und nicht nur als Gewordene wahrnehmen können. In einer lebendigen und künstlerisch-bewegten Sprache erleben und verkörpern wir uns bis in die physische Gebärde hinein als Teil der Welt. Durch die Sprachgebärde erleben und erkennen wir die Welt in uns und uns in der Welt.

Und das ist es eigentlich, was angesichts einer zunehmenden Virtualisierung der Lebenswelten heute und in Zukunft am dringendsten gebraucht wird.

Literatur

Bonin, Dietrich, Michaela Glöckler, Jana Kirst (2018) Menschenkundliche Grundlagen der Sprachgestaltung. Band 1 und 3. Dornach CH: Verlag am Goetheanum

Damián E. Blasi, Søren Wichmann, Harald Hammarström, Peter F. Stadler, and Morten H. Christiansen (2016). „Sound–meaning association biases evidenced across thousands of languages,“ Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America 113 (39), 10818-10823

https://www.mpg.de/10727086/laut-bedeutung-zufall

 Dingemanse, Mark; Blasi, Damián E.; Lupyan, Gary; Christiansen, Morten H.; Monaghan, Padraic (2015): Arbitrariness, Iconicity, and Systematicity in Language. In: Trends in Cognitive Sciences 19 (10), S. 603–615. DOI: 10.1016/j.tics.2015.07.013.

https://www.mpg.de/7937698/lautmalereien

 Hans, Ulrike (2017): Ästhetische Konzepte des Sprechens. Stuttgart, Pädagogische Forschungsstelle, edition waldorf.

 Humboldt, Wilhelm von (1836): Über die Verschiedenheit des menschlichen Sprachbaus. und ihren Einfluss auf die geistige Entwickelung des Menschengeschlechts. Berlin: F. Dümmler.

 Humboldt, Wilhelm von (1995): Über die Natur der Sprache im allgemeinen. Aus: Latium und Hellas. In: Schriften zur Sprache. Hrsg. von Michael Böhler. Ergänzte Ausgabe Stuttgart, S. 7 f.

Lutzker, Peter (2017): Der Sprachsinn. Sprachwahrnehmung als Sinnesvorgang. 2. erweiterte Auflage: Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben.

Patzlaff, Rainer (2017): Sprache. Das Lebenselixier des Kindes. Moderne Forschung und die Tiefendimension des gesprochenen Wortes. Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben

Peveling, Martin (2016): Der Sprachsinn bei Rudolf Steiner. Eine kritische Würdigung im Lichte der modernen Sprachforschung und der sozialen Neurobiologie. Recklinghausen: Peveling, Martin, Dr.

Steiner, Rudolf (1973): Die Ergänzung heutiger Wissenschaften durch Anthroposophie. Acht öffentliche Vorträge gehalten in Zürich vom 5. bis 14. November 1917 und vom 8. bis 17. Oktober 1918. Dornach: R. Steiner Verlag (Rudolf Steiner Gesamtausgabe. Vorträge.

Steiner, Rudolf et al. (1981): Sprachgestaltung und dramatische Kunst. 4. Aufl. Dornach/Schweiz: R. Steiner Verlag (GA 282).

Steiner, Rudolf; Froböse, Edwin; Steiner, Marie (1983): Methodik und Wesen der Sprachgestaltung. 4. Aufl.,. Dornach/Schweiz: R. Steiner Verlag (GA 280).

Steiner, Rudolf (1983): IV. Menschengeist und Tiergeist. In: Rudolf Steiner, Karl Boegner und Edwin Froböse (Hg.): Antworten der Geisteswissenschaft auf die großen Fragen des Daseins. Fünfzehn öffentliche Vorträge, Berlin, 20. Oktober 1910 bis 16. März 1911. 2. Aufl. Dornach, Schweiz: Rudolf Steiner Verlag (GA 60), S. 95–124.

Steiner, Rudolf (1989): Der pädagogische Wert der Menschenerkenntnis und der Kulturwert der Pädagogik. 4. Aufl. Dornach/Schweiz: R. Steiner Verlag (GA 310).

Steiner, Rudolf (1990b): Eurythmie als sichtbare Sprache. 5. Aufl. Dornach/Schweiz: R. Steiner Verlag (GA 279).

Steiner, Rudolf (1992): Das Rätsel des Menschen. 2. Aufl. Dornach/Schweiz: R. Steiner Verlag (GA 170).

Steiner, Rudolf (2017): Metamorphosen des Seelenlebens; Pfade der Seelenerlebnisse. Zweiter Teil Achtzehn öffentliche Vorträge, Berlin 1909-1910. Dornach/Schweiz: R. Steiner Verlag (GA 59).